Infoveranstaltung | HEWA
Ein spannender Blick hinter die Kulissen der Energiewende: Bei der Besichtigung der CO₂-freien Heizzentrale der HEWA in Hersbruck wurde deutlich, wie innovative Wärmelösungen schon heute funktionieren. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie eine nachhaltige, effiziente und komfortable Wärmeversorgung im Quartier gelingen kann.



Energiewende zum Anfassen: Besuch der CO₂-freien Heizzentrale in Hersbruck Am Samstag hatten wir die Gelegenheit zu einem besonderen Vor-Ort-Termin: Die HEWA GmbH lud uns parteiübergreifend zur Besichtigung ihrer neuen Heizzentrale im Neubaugebiet Raiffeisenstraße Süd in Hersbruck ein. Was wir dort gesehen haben, hat uns beeindruckt – und zeigt, dass die Energiewende längst keine abstrakte Zukunftsvision mehr ist.
Ein Quartier, vollständig aus erneuerbarer Wärme Das Neubaugebiet Raiffeisenstraße Süd wird vollständig durch die HEWA GmbH mit Wärme aus 100 % erneuerbaren Energien versorgt. Die Energieerzeugung erfolgt zentral in einer neu errichteten Heizzentrale mit einer hocheffizienten Sole-Wärmepumpe. Die Wärme wird über ein mittelwarmes Niedertemperatur-Wärmenetz an die angeschlossenen Gebäude verteilt.
Clever: Zwei Wärmequellen, automatisch kombiniert Das Herzstück der Anlage ist eine zentrale Sole-Wärmepumpe, die zwei unterschiedliche Umweltwärmequellen nutzt: Ein rund 4.000 m² großer Geothermiekollektor – installiert unter einer landwirtschaftlichen Fläche unweit des Baugebiets – liefert die Hauptwärme in den Wintermonaten. Im Sommer übernehmen zwei Rückkühlwerke als Luftwärmequelle. Zwischen beiden Quellen wird automatisch diejenige gewählt, die den höchsten Effizienzgrad ermöglicht.
Sektorenkopplung: Wenn Solarstrom die Wärmepumpe antreibt Besonders beeindruckend ist die intelligente Verbindung von Strom- und Wärmeerzeugung. Die Dächer der Mehrfamilienhäuser sind mit Photovoltaik ausgestattet. Dieser Solarstrom soll unter anderem die zentrale Wärmepumpe antreiben, die Pufferspeicher beladen und den Erdwärmekollektor im Sommer regenerieren. Nahezu jede erzeugte Kilowattstunde wird so direkt genutzt.
Niedertemperaturnetz: Effizient und verlustarm Die Wärmeverteilung erfolgt über ein mittelwarmes Netz mit einer Vorlauftemperatur von rund 45 °C – für moderne Neubauten mit Flächenheizsystemen vollkommen ausreichend. Das senkt die Wärmeverluste im Leitungsnetz, steigert die Effizienz der Wärmepumpe und verbessert die Energiebilanz des gesamten Systems.
Was das für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet Steuerung, Wartung, Optimierung und Störungsbehebung – all das übernimmt die HEWA. Für die Bewohner bedeutet das: keine Einstellungen, kein Aufwand, keine technischen Risiken. Und weil keine eigene Wärmepumpe auf dem Grundstück betrieben wird, bleibt das Wohnumfeld vollständig ruhig – ein spürbarer Vorteil in eng bebauten Gebieten.
Ein Referenzprojekt für die Region „Das Wärmenetz Raiffeisenstraße Süd“ leistet einen konkreten Beitrag zur Energiewende im Wärmesektor und dient als Referenzprojekt für zukünftige Quartierslösungen. Dass die Anlage bereits am 2. April 2026 in der BR-Frankenschau vorgestellt wurde, zeigt das überregionale Interesse an diesem Modell.
Wir bedanken uns herzlich bei Harald Günzrodt, dem technischen Leiter der HEWA GmbH für die anschaulichen und auch für Laien gut verständlichen Einblicke. Solche Vorhaben machen Mut – und zeigen, dass eine zukunftsfähige, bezahlbare und komfortable Wärmeversorgung ohne fossile Energieträger heute schon möglich ist.
Ein großes Dankeschön an Herrn Günzrodt und dem HEWA-Team (Hersbrucker Energie- und Wasserversorgung) für diesen inspirierenden Nachmittag!
Weitere Informationen zur HEWA und dem Referenzprojekt findest du hier:
https://www.hewagmbh.de/HEWA-Kategorien/Waerme/Raiffeisenstrasse/
